42. Forum, FIAS Frankfurt Institute for Advanced Studies und Bernstein Fokus: Neurotechnologie Frankfurt
9. März 2010
Lernende Bildverarbeitung - Neuroinformatische und statistische Ansätze

Beim Lernen ist der Mensch - oder allgemeiner gesagt, das Lebewesen - einem maschinellen Sehsystem noch weit überlegen. Dennoch gab es in den letzten Jahren im Bereich des maschinellen Lernens signifikante Fortschritte, sowohl im Verständnis des biologischen Lernens (neuroinformatische Ansätze) als auch im mathematischen Verständnis des Lernprozesses, insbesondere durch statistische und grafentheoretische Methoden. Da diese Fortschritte unmittelbar neue Anwendungen in der Industrie, Technik und der Wissenschaft ermöglichen, wurde das Thema Lernende Bildverarbeitung - Neuroinformatische und statistische Ansätze als Schwerpunktthema des 42. Heidelberger Bildverarbeitungsforums gewählt.

Mit dem FIAS Frankfurt Institute for Advanced Studies an der Universität Frankfurt konnte der ideale lokale Veranstalter für dieses Schwerpunktthema gewonnen werden. Eines der Forschungsgebiete des FIAS ist die Neuroinformatik. Vor kurzem konnte ein Bernstein Fokus zum Themenschwerpunkt Neurotechnologie in Frankfurt eingeworben werden. Ein Teil davon ist die Frankfurter Vision Initiative Vision in Man and Machine, an dem das FIAS, das Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt, das Honda Research Institute Europe in Offenbach und die Forschungsgruppe Visual Sensorics and Information Processing der Universität Frankfurt zusammenarbeiten.

Die Vorträge behandeln sowohl die Fortschritte in den theoretischen Grundlagen als auch praktische Anwendungsbeispiele und geben so die Chance, sich über den aktuellen Stand der sich stürmisch entwickelnden lernenden Bildverarbeitung und der sich abzeichnenden neuen Möglichkeiten für die praktische Anwendung zu informieren.

Neben den ausgedruckten Vorträgen wird eine DVD mit einer elektronischen Version der Vorträge ausgegeben. Diese enthält auch die Unterlagen der meisten früheren Foren. Hierdurch wird den Teilnehmern in idealer Weise die Nacharbeit und das weitere Selbststudium ermöglicht. Die Pausen bieten eine gute Gelegenheit zur Diskussion, zum Erfahrungsaustausch und zum Knüpfen neuer Kontakte sowie die Möglichkeit, sich näher über die Forschungsarbeiten der lokalen Gastgeber zu informieren.


Prof. Dr. Christoph von der Malsburg, FIAS Frankfurt Institute for Advanced Studies, Frankfurt:
Lernen visueller Probabilistik auf der Basis neuronaler Dynamik
Abstract

Dr. Christoph Lampert, Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik, Tübingen:
Maschinelles Lernen für die Vorhersage strukturierter Daten
Abstract

Dipl.-Inf. Christoph Sommer, Heidelberg Collaboratory for Image Processing (HCI),
Ruprecht Karls-Universität, Heidelberg:
Interaktives maschinelles Lernen für die Bildsegmentierung
Abstract

Dr. Julian Eggert, Honda Research Institute Europe, Offenbach:
Adaptation und Lernen in der Analyse dynamischer visueller Szenen
Abstract

Prof. Dr. Rudolf Mester, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt:
Besser sehen lernen: Was Roboter von Natur und Statistik abschauen können
Abstract

Programmflyer

Hier finden Sie eine Auswertung der Teilnehmerfragebogen zum 42. Bildverarbeitungsforum.

Impressionen vom 42. Heidelberger Bildverarbeitungsforum:

Bildergalerie


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